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Open Space Projekt ZWISCHENRAUM für KUNST & MIGRATION

ZWISCHENRAUM für KUNST & MIGRATION nimmt seinen Ausgang beim Sujet Migration, Flucht, kultureller Diversität. Sie soll selbst ein Zwischenraum sein für transitorische Umdeutungen von Innen und Außen, Eigen und Fremd in der Sprache von Malerei, Photografie und Literatur.

In seiner Nobelvorlesung "Versuch über die Vernunft der Poesie" von 1973 verortet Heinrich Böll die Kunst im "Zwischenraum": jenem Ort der unvorhersehbaren Differenz des konkreten Kunstwerks gegenüber den allerbesten und vernünftigsten Absichten. Im Zwischenraum, in der Differenz, im Rest des Unerklärlichen ereigne sich "Poesie, Gott, Widerstand". Jedes Kunstwerk sei lebendiges "Experiment und Entdeckung". Es sei Pflicht der Künstlerinnen und Künstler, mit einer Haltung poetischer Demut - nicht nach oben, sondern nach unten gerichtet -  in die Zwischenräume einzudringen, in die unerklärten und unerklärlichen Reste, wo es ganze Kontinente des "Abfalls", ja der "Abfälligkeit" zu entdecken gebe: Abfall der Geschichte der Verlierer wie der verlorenen Kontinente - "geistigen Explosivstoff für die plötzliche Erkenntnis".

Initiated by the Heinrich-Böll-Stiftung, a selection of my drawings is being showcased here